Mangelernährung oder Untergewicht im Alter

Mangelernährung im Alter hat viele Auswirkungen.Mangelernährung beschreibt einen Mangelzustand an Energie, Eiweiß oder anderen Stoffen. Es kann sich um einen generellen Mangel an allen Nährstoffen und Energie handeln, aber auch um Mangelzustände einzelner Nährstoffe (z.B. Eiweiß, Vitamine). Erstes Anzeichen einer Mangelernährung ist oft ein ungewollter Gewichtsverlust innerhalb kurzer Zeit. Als kritischen Gewichtsverlust bezeichnet man eine Gewichtsreduktion um fünf Prozent des Ausgangsgewichts in drei oder zehn Prozent in sechs Monaten. Mangelernährung wirkt sich strukturell und funktionell auf praktisch alle Organsysteme aus und erhöht sowohl die Krankheitshäufigkeit (Morbidität) und Komplikationsrate als auch die Sterblichkeit (Mortalität).

Mangelernährung ist bei alten Menschen weit verbreitet. Die Prävalenz steigt mit zunehmender Hilfs- und Pflegebedürftigkeit und mit schlechter werdendem Gesundheits- und Allgemeinzustand an. Bei selbstständig zu Hause lebenden Senioren sind weniger als 10 % betroffen. Heimbewohner und geriatrische Patienten haben zum überwiegenden Teil ein Risiko bzw. sind bereits mangelernährt. Häufig stellt sich für die Angehörigen die Frage, wie der Patient wieder zunehmen und Normalgewicht erreichen kann. Fortimel Produkte können hier helfen, der Mangelernährung vorzubeugen oder verlorenes Gewicht wieder zuzulegen, da die vollbilanzierte Fortimel - Trinknahrung alle täglich benötigten Makro- und Mikronährstoffe enthält.

 

Auswirkungen auf die einzelnen Organsysteme

Skelettmuskulatur
Atrophie; Verlust der Muskelkraft; erschwerte und/oder verlangsamte Mobilisierung, Gefahr von Stürzen.

Herzmuskel
Verringerung der Herzmuskelmasse und des Schlagvolumens; Herzrhythmusstörrungen.

Lunge
Abnahme der Atemmuskulatur; schnellere Ermüdbarkeit; schwächere und kürzere Atemzüge; Einschränkung der pulmonalen Abwehr.

Immunsystem
Schwächung des Immunsystems; T-Lymphozyten erniedrigt; Erhöhung der Infektionsrate, -dauer und -schwere.

Gastrointestinaltrakt
Atrophie der Darmmukosa; gestörte Barrierefunktion; bakterielle Translokation; Maldigestion und Malabsorption infolge unzureichender Enzymproduktion.

Haut
Gestörte und verzögerte Wundheilung; häufigeres Auftreten von Dekubiti und Nahtinstabilitäten (Chirurgie).

Allgemeinbefinden
Rückgang von Lebensqualität und Lebenslust.  

 

Folgen für die Klinik und Pflege:  

  • Erhöhter Betreuungs- und Pflegeaufwand (durch körperlichen und geistigen Abbau der Patienten, z.B. Auftreten von Krankheiten, Gefahr von Stürzen, Verwirrtheit)
  • Längere Pflegezeiten durch verlängerte Krankenhausliegedauer
  • Rückgang der Arbeitsqualität und -motivation für die Pflegenden

 

Folgen für das Gesundheitswesen:

  • Zunahme der Einweisung in Kliniken und Altenpflegeheime
  • Kosten-Mehraufwand für medizinische Maßnahmen (Krankenhauskosten erhöhen sich bei mangelernährten Patienten um 35% bis 75%)1
  • Progressiver Kostenanstieg bei den Krankenkassen und in der Pflegeversicherung

1Defenbaugh I., Brüngel M., Behandlung krankheitsbedingter Mangelernährung 2002.

 

Folgen für die Angehörigen: 

  • Verlust an eigener Lebensqualität durch hohe psychische und physische Belastung aufgrund der progressiven körperlichen wie psychischen Degeneratino des Familienmitglieds
  • Vorzeitige Verlegung des Familienmitglieds ins Krankenhaus und/oder Altenpflegeheim anstelle der Pflege in familiärer Umgebung
  • Gesteigerte Kosten für den erhöhten Betreuungsaufwand

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Bild: © Yuri Arcurs - Fotolia.com

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