Warum Trinknahrung?

Eine Trinknahrung ist ein gebrauchsfertiger Ernährungsdrink und kann als gezieltes Mittel zur Ernährungsoptimierung eingesetzt werden, z.B. um während einer Krankheit das Gewicht zu stabilisieren oder gesund Gewicht zunehmen zu können.

In konzentrierter Form sind in der Trinknahrung alle lebensnotwendigen Nährstoffe wie Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten. Solch eine Trinkmahlzeit wirkt unterstützend, um schnell Ernährungsdefizite zu mindern, allgemein ungewolltem Gewichtsverlust entgegen zu wirken sowie Gewicht zunehmen zu können. In Portionen zu 125 ml (Fortimel Compact) bzw. 200 ml (Standardtrinknahrung) sind oft schon rund 300 kcal Energie und 10-20 g Eiweiß enthalten.
Durch die hohe Energie- und Nährstoffdichte ist eine enterale Ernährung in Form einer vollbilanzierten Trinknahrung sowohl zur ergänzenden als auch zur ausschließlichen Ernährung geeignet.


Abgrenzung der Trinknahrung von normaler oder angereicherter Ernährung

Eine Trinknahrung ist oft leichter einzunehmen als normale Mahlzeiten. Das bietet einen großen Vorteil bei Patienten mit Anorexie, Patienten die eine Krebstherapie durchlaufen oder anderweitig geschwächten Patienten. Die Anwendung von Trinknahrung ist effektiver als eine einseitige Anreicherung von normaler Ernährung mit Fetten oder Kohlenhydraten, denn sie liefert neben Makronährstoffen wie Eiweiß auch Mikronährstoffe, die für eine optimale Ernährung notwendig sind.

 

Vollbilanzierte Trinknahrungen zur ausschließlichen Ernährung geeignet und verordnungsfähig

Generell dienen medizinische Trink- und Aufbaunahrungen zum Diätmanagement von Patienten mit fehlender oder eingeschränkter Fähigkeit zur ausreichenden normalen Ernährung bzw. mit krankheitsbedingter Mangelernährung. Sie enthalten alle wichtigen Nährstoffe. Sie sind für die diätetische Behandlung von Patienten bestimmt, die sich mit üblichen Lebensmitteln nicht ausreichend ernähren können.
Die rechtlichen Grundlagen hinsichtlich der Zusammensetzung bilanzierter Trinknahrungen werden in der Diätverordnung geregelt. Diese schreibt Mindest- und Höchstmengen an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen vor, die in einer Trink-/Sondennahrung enthalten sein müssen. Hierbei wird unterschieden zwischen vollständig bilanzierten Diäten („Vollbilanziert“), die zur ausschließlichen Ernährung geeignet sind und in den meisten Fällen verordnungsfähig sind, und ergänzenden bilanzierten Diäten („Teilbilanziert“), die sich nur zur zusätzlichen Ernährung eignen und generell nicht verordnungsfähig sind. Diese Gesetzesvorgaben sind für alle Hersteller von Trink- und Sondennahrung verbindlich.


Hochmolekulare und niedermolekulare Nahrungen

Bei bilanzierten Trinknahrungen kann man auch zwischen hochmolekularen und niedermolekularen Nahrungen unterscheiden. Bei hochmolekularen Nahrungen liegen die Nährstoffe wie z.B. Eiweiß in ihrer natürlichen Struktur vor, während bei niedermolekularen Nahrungen die Nährstoffe bereits in kleinere Bestandteile zerlegt sind, z.B. Eiweiß als Oligopeptide.

Lesen Sie mehr:

Fortimel Compact: Die für Patienten einfachere Trinknahrung

Verordnung von Trinknahrung: Tipps für den Arzt

Artikel empfehlen

* Pflichtfeld